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Beschlussvorlage

                                    
                                        Stadt Ulm
Beschlussvorlage

Sachbearbeitung

Ältere, Behinderte und Integration

Datum

17.04.2009

Geschäftszeichen

ABI/KAM

Beschlussorgan

Internationaler Ausschuss

Behandlung

öffentlich

Betreff:

Gesundheitsprojekt Weststadt, Frauennetz West

Anlagen:

2

Sitzung am 05.05.2009

TOP
GD 180/09

Antrag:
Den Bericht zur Kenntnis zu nehmen

Christine Grunert
Genehmigt:
BM 2,OB

Bearbeitungsvermerke Geschäftsstelle des Gemeinderats:
Eingang OB/G
Versand an GR
Niederschrift §
Anlage Nr.

-2-

Sachdarstellung:
Zusammenfassende Darstellung der finanziellen Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen:
Auswirkungen auf den Stellenplan:

vgl. GD 167/08 - FBA BUS vom 06.05.2008,
GD 73/09 - FBA BUS vom 11.03.2009
Nein

Beschlusslage
Der Gemeinderat hat in der Sitzung vom 16.12.2007 für das Sanierungsgebiet "Weststadt - Soziale Stadt"
dem Programmteil "Modellvorhaben" mit einem Kostenvolumen von 2,07 Mio € zugestimmt (GD 550/07);
ergänzend wurden vom Land Baden-Württemberg noch weitere 1,24 Mio € bewilligt.
Als 1.Tranche haben die Fachbereichsausschüsse Bildung und Soziales sowie Stadtentwicklung, Bau und
Umwelt auf ihrer gemeinsamen Sitzung am 06.05.2009 14 Einzelprojekten zugestimmt, darunter auch dem
Projekt "Gesundheitsförderung" des Frauennetz' West e.V. (GD 167/08). Das Projekt hat nach einer
Planungsphase ab September 2008 im März 2009 mit der Umsetzung begonnen.

Projektkonzeption
Das Projekt dient der Gesundheitsförderung von Menschen, die im Alltag besonderen Belastungen
ausgesetzt oder von Chancenungleichheit betroffen sind. Es wendet sich vor allem an Frauen und
Mädchen und Menschen mit Migrationshintergrund. Durch verschiedene Angebote in den Bereichen
"Bewegung", Ernährung" und "Gesundheitsaufklärung" soll das Gesundheitsverhalten im Stadtteil
verbessert werden.
Zu diesem Zweck wurde ein Programm erstellt, das zunächst die Zeit von März bis Juli 2009 abdeckt. Das
Programm beinhaltet Vorträge, Bewegungsangebote und Kochkurse, vgl. Programm in der Anlage. Ein Teil
der Vorträge wird auf Türkisch gehalten; eine Übersetzung ins Deutsche ist gewährleistet.
Das Projekt wurde in einem interkulturellen Team entwickelt. Ein wesentlicher Teil der Angebote wird von
Fachkräften mit Migrationshintergrund geleitet.
Neben der unmittelbaren Gesundheitsförderung verfolgt das Projekt darüber hinausgehende Ziele in den
Bereichen Integration und bürgerschaftliches Engagement:
•

Vernetzung der im Gesundheitsbereich tätigen Personen und Einrichtungen in der Weststadt zur
gegenseitigen Information über Angebote, Informationsveranstaltung und zur Planung gemeinsamer
Angebote

•

Förderung des Bewusstseins zu Gesundheitsfragen in allen Bereichen des Gemeinwesen (Verkehr,
Wohnen, Erholung, Freizeit)

•

Abbau von Informationsdefiziten, Sprachbarrieren und kognitiven Barrieren

•

Stärkung der psychosozialen Kompetenz der Frauen mit Migrationshintergrund

•

Esskulturen fördern und gesund gestalten

-3-

•

Einbeziehung der im Stadtteil aktiven Migrantenvereine zur Gewinnung und Schulung von
Multiplikatorinnen

•

Förderung der Präsenz von Selbsthilfegruppen und Integration von betroffenen Migrantinnen

•

Förderung der Integration von besonders Benachteiligten in Sport- und Freizeitvereinen

Sachstand und Folgerungen
Obwohl das Projekt erst vor wenigen Wochen begonnen hat, wurde es bereits sehr gut angenommen.
Die Vorträge wurden von durchschnittlich 10 - 15 Frauen besucht. Für Rad- und Schwimmkurse, die nur für
max. 10 Teilnehmerinnen offenstehen, war die Nachfrage so groß, dass eine Warteliste angelegt werden
musste. Die begünstigten Seminarangebote können derzeit nur von Teilnehmerinnen aus der Weststadt in
Anspruch genommen werden.
Im Rahmen des Projekts wurden Kontakte zu Sportvereinen geknüpft, um eine gute Einbindung der
Zielgruppe vorzubereiten.
Auch wurde Kontakt zu den örtlichen Krankenkassen aufgenommen in Hinblick auf eine Unterstützung für
die Präventionskurse.
Die positive Resonanz auf das Projekt zeigt den großen Bedarf an leicht zugänglichen, interkulturell
ausgerichteten Angeboten für Migrant/innen im Gesundheitsbereich. Entsprechende Angebote sollten
BewohnerInnen aller Sozialräume zur Verfügung stehen. Das Frauennetz West und KAM stehen hierzu im
gegenseitigen Austausch, um die Angebote abzustimmen und zu vernetzen.
Die Projektmitarbeiterinnen stehen in der Sitzung für einen ergänzenden mündlichen Bericht zur
Verfügung.