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Anlage 2 Dienstleistungsbeschreibung Sie'ste

                                    
                                        Anlage 2 zu GD 181/20
Dienstleistungsbeschreibung
Stand: 2020
Produkt:
36.20.01 Kinder-und Jugendarbeit/Bereich Mädchen und Frauen
41.40.01 Gesundheitsförderung/Prävention
Produktgruppe

Produktbereich

36.20 Allgemeine Förderung junger Menschen
(Bereich Mädchen und Frauen)

36 Kinder-, Jugend- u. Familienhilfe
41 Gesundheitsdienste

41.40 Maßnahmen der Gesundheitspflege
Verantwortlich
SO/ ZV

Bezeichnung der Dienstleistung
1.

Kurzbeschreibung
Der Mädchen- und Frauenladen „Sie’ste“ verfolgt mit unterschiedlichen Angeboten und
Maßnahmen die Förderung von Mädchen und Frauen. Schwerpunkte im Wirken des
Vereins bestehen dabei in der Förderung von Frauen und Mädchen mit internationalen
Wurzeln bei der Integration in unsere Gesellschaft sowie in der Gesundheitsförderung
für Mädchen, Frauen und deren Familien.

2.

3.

Auftragsgrundlage


§ 9 Abs. 3 , §§ 11 und 13 Sozialgesetzbuch (SGB) – Achtes Buch (VIII) Kinder- und
Jugendhilfe



Konzept Ulm - Internationale Stadt, Handlungsfeld 8, "Gemeinsam leben im Alltag",
insbesondere Handlungsempfehlung 65

Zielgruppe
Mädchen und Frauen mit (überwiegend) internationalen Wurzeln unabhängig von Alter,
Behinderung, sexueller Orientierung, sozialer, kultureller und religiöser Herkunft.

4.

Ziele


Förderung des Zusammenlebens von Mädchen und Frauen mit und ohne
internationalen Wurzeln unabhängig von Alter, Behinderung, sexueller Orientierung,
sozialer, kultureller und religiöser Herkunft.



Förderung der Partizipation von Mädchen und Frauen mit internationalen Wurzeln
am gesellschaftlichen Leben.



Förderung der Chancengleichheit von Mädchen und Frauen.



Förderung der Gesundheit von Mädchen und Frauen - unter anderem in Form der
Förderung von gesunder Lebensführung und Stärkung der psychischen Gesundheit.

5.

Inhalt und Umfang der Dienstleistung
Die Angebote und Maßnahmen des Mädchen- und Frauenladens „Sie’ste“ erfolgen in
enger Kooperation mit verschiedenen Akteuren aus dem Ulmer Westen und dem
Stadtgebiet. Sie werden möglichst niederschwellig ausgestaltet und werden im
Wesentlichen in den Räumlichkeiten des Mädchen- und Frauenladens sowie in
Einrichtungen der bestehenden Kooperationspartner/innen durchgeführt.
Sie umfassen die Planung und Durchführung
-

integrationsfördernder Maßnahmen,
von Angeboten und Maßnahmen zur Förderung der Partizipation und der
Chancengleichheit sowie
von Angeboten der Gesundheitsförderung.

Dabei erfolgt die Erbringung der verschiedenen Angebote und Maßnahmen
-

im Rahmen öffentlicher, einmaliger und regelmäßiger Veranstaltungen,
in Form von Beratung und Information einzelner Personen und
der Begleitung einzelner Personen zu Fachdiensten und Beratungsstellen.

Dem Mädchen- und Frauenladen „Sie’ste“ stehen zur Zielerreichung in eigener
Verwaltung und Organisation in der Moltkestraße 72 Räumlichkeiten zur Verfügung.
Reguläre Öffnungszeiten bestehen während der Schultage montags bis freitags.
Integrationsfördernde Maßnahmen umfassen z.B.


Informationsveranstaltungen zum Abbau von Vorbehalten und Vorurteilen



die Stärkung des Selbstbewusstseins von Mädchen und Frauen mit internationalen
Wurzeln z.B. durch den verstärkten Einsatz von Frauen mit internationalen Wurzeln
als Mitarbeiterinnen und Referentinnen.



die mädchen- und frauenspezifische Interessensvertretung im Rahmen der
Öffentlichkeitsarbeit sowie durch Multiplikator*Innen.



die Stärkung des Selbstwertgefühls durch die Schaffung von Möglichkeiten an
Teamsport teilzunehmen.



die Vermittlung von Frauen und Mädchen mit internationalen Wurzeln in Sport- und
Freizeitvereinen.

Angebote und Maßnahmen zur Förderung der Partizipation und der Chancengleichheit
beinhalten z.B. die


Unterstützung von Mädchen im schulischen Bereich und bei Schulübergängen im
Rahmen von regelmäßig stattfindender Hausaufgabenhilfe.



Unterstützung von Frauen, insbesondere mit internationalen Wurzeln, beim Einstieg
in die Berufstätigkeit.

Angebote der Gesundheitsförderung liegen z.B. in der


Schaffung von Gelegenheiten, Sportarten zu erlernen, wie z.B. Schwimmen,
Radfahren und Fußball spielen.



Thematisierung alltäglicher Herausforderungen und damit einhergehender
Lösungsansätze in den Bereichen Ernährung, Erziehung, Krankheiten und Pflege von
Familienangehörigen.



Planung und Durchführung niederschwelliger Angebote im Bereich Ernährung

6.

Qualität der Dienstleistung

6.1

Strukturqualität

6.2

6.3



Die Betreuungspersonen im offenen Betrieb sind sozialpädagogische Fachkräfte
und/oder Expertinnen im Umgang mit Frauen und Mädchen aus anderen
Kulturkreisen.



Bei der Beratung (Erstberatung) und Information von Frauen und Mädchen werden
frühzeitig andere Fachdienste und Beratungsangebote einbezogen bzw. an diese
weiter vermittelt.



Der Träger legt Wert darauf, dass die Mitarbeiterinnen Fortbildungen besuchen,
soweit es die finanziellen Mittel erlauben.



Im Rahmen der Kooperation mit dem Jugendhaus Inseltreff Weststadt arbeitet eine
Mitarbeiterin 10 Std./Woche im Mädchen- und Frauenladen „Sie´ste“.



Die Vernetzung und Kooperation der verschiedenen Einrichtungen durch „Sie’ste“
gewährleisten eine breitgefächerte Erreichbarkeit von Mädchen und Frauen.



Vertrauen zu Strukturen und Organisationen aufbauen



Förderung des Miteinanders und Vertrauens der unterschiedlichen Kulturkreise



Referentinnen und Kursleiterinnen sind Fachkräfte aus den jeweiligen Bereichen.
Wenn möglich werden bevorzugt Frauen mit internationalen Wurzeln eingesetzt



„Sie’ste“ entwickelt Strategien und Maßnahmen, um dort, wo noch nicht geschehen,
Frauen und Mädchen unabhängig von sozialer, kultureller und religiöser Herkunft,
Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung für die Angebote und Leistungen zu
gewinnen.

Prozessqualität


Die Angebote sind niederschwellig und offen. Grundsätzlich werden Angebote
langfristig geplant und kontinuierlich durchgeführt, um ein möglichst gutes Ergebnis
zu erzielen.



Die Betreuung der Frauen und Mädchen erfolgt regelmäßig und mit personeller
Kontinuität.



In den monatlichen Sitzungen des Trägervereins Frauennetz West e.V. wird die Arbeit
unter personellen, finanziellen, inhaltlichen und bedarfsorientierten Gesichtspunkten
reflektiert, ausgewertet und gegebenenfalls neu strukturiert.



Die Bedürfnisse und Wünsche der Besucherinnen werden berücksichtigt.



Die Aufgabenteilung, die Vertretung in anderen Arbeitskreisen und Gremien wird im
Frauennetz geplant und durchgeführt und die Ergebnisse abgefragt.



Die „Ulmer Leitlinien für die Arbeit mit Mädchen“ finden Anwendung.

Ergebnisqualität/Evaluation


Erstellung des Jahresberichtes für die Mitgliederversammlung, der u.a. folgende
Angaben beinhaltet:
- Es wird die Zahl der Besucherinnen in den jeweiligen Angeboten festgehalten.
- Auswertung der Arbeit des vorangegangenen Jahres
- Anregungen und Meinungen der Besucherinnen werden erfragt und festgehalten.



In regelmäßigen Teamsitzungen findet ein Austausch der Mitarbeiterinnen über die
Arbeit und die Akzeptanz der Angebote statt.



Zielüberprüfung anhand der Wirkungskennzahlen (siehe Anlage).



Erstellung der Planung für das kommende Jahr.