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Bericht FF

                                    
                                        Anlage zu GD 032/21

Bericht des
Ulmer Frauenforums

Geschäftsstelle:
Frauenbüro der Stadt Ulm
Frauenstraße 19
89073 Ulm
Tel.: 0731-161 1061
Fax: 0731-161 1675
Mail: frauenforum@ulm.de

10. Februar 2021
Die Sprecherinnen:
Gülay Cekmeci
Mörikestraße 4
89077 Ulm
Tel. 0176-60417303
guelay.cekmeci@gmx.de
Ditte Endriß
1. Vorsitzende Business and
Professional Women (BPW) Germany Club Ulm e.V.
Grünhofgasse 3
89073 Ulm
Tel. 0152 - 33 72 44 12
d.endriss@bpw-ulm.de

Die Sprecherinnen:
Gülay Cekmeci
Ditte Endriß (ab 01.10.2020)
Samira Nakhaeizadeh
Sevim Öztürk (ab 01.10.2020
Andrea Schiele (bis 01.10.2020)
Gudrun Schmid
Lena Schwelling (bis 01.10.2020)

Samira Nakhaeizadeh
An der Caponniere 3
89231 Neu-Ulm
Tel. 0176 82170954
samira.nakhaeizadeh@plusdiversity.de
Sevim Öztürk
Ulmer Straße 55b
89269 Vöhringen
Tel. 0157 - 393 316 33
sevim.oeztuerk@freenetmail.de
Gudrun Schmid
Förderkreis für werdende Mütter
u. Familien in Not e.V.
Bei der Laug 10, 89081 Ulm
Tel. 0731 – 144 14 96
gudrun.schmid.ulm@gmx.de

www.frauenforum-ulm.de

Einleitung
Seit der Gründung vor 31 Jahren ist es das Ziel des Ulmer Frauenforums, die Kraft der
engagierten Frauen in der Stadt in einem Netzwerk zu bündeln und damit
Fraueninteressen in Stadtpolitik, Wirtschaft und Gesellschaft mehr Aufmerksamkeit und
Geltung zu verschaffen.
Rund 80 Organisationen, Vereine und Gruppierungen sowie rund 60 engagierte
Bürgerinnen und Stadträtinnen sind im ständigen Austausch für die Verwirklichung der
Chancengleichheit und die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Ulm. Dabei macht
die Unterschiedlichkeit der Mitgliedsfrauen und -organisationen die Stärke des
Frauenforums aus.
___

Das Frauenforum bezieht Stellung zu gesellschafts- und kommunalpolitischen
Fragestellungen. Es fördert gemeinsames Handeln und stärkt die Umsetzung
gemeinsamer Ziele.
Einzelne Arbeitsgruppen bearbeiten bestimmte Themen intensiver und arbeiten
Stellungnahmen aus, die mit dem Forum abgestimmt werden.
In den Sitzungen werden Aktivitäten der Mitgliedsorganisationen vorgestellt,
gleichstellungsrelevante Themen diskutiert und Stadtpolitik aus der Perspektive von
Frauen in den Fokus gerückt.
Fünf gewählte ehrenamtliche Sprecherinnen übernehmen die inhaltliche Gestaltung der
Sitzungen in Zusammenarbeit mit dem Frauenbüro. Die Sprecherinnen vertreten das
Ulmer Frauenforum in der Öffentlichkeit.

Ziele des Frauenforums


Gleichstellung und Gleichberechtigung von Frauen in Politik, Verwaltung und in allen
Lebensbereichen



Forderung nach gleichberechtigter Teilhabe von Frauen in der Stadtpolitik



Interessenvertretung der beteiligten Frauen und Institutionen, die Zusammenarbeit
untereinander, das Aufgreifen von frauenrelevanten Themen und die öffentliche
Auseinandersetzung damit



Konstante Aufmerksamkeit auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede und
Aufzeigen der Defizite, mit Diskussionen und Präsenz in der Öffentlichkeit
Veränderungen anstoßen



Frauen motivieren, sich kommunalpolitisch zu engagieren bzw. sich als
Gemeinderätinnen zur Wahl zu stellen



Mitwirkung an frauenpolitischen Veranstaltungen und Durchführung von Aktionen

Folgende Arbeitskreise des Frauenforums sind derzeit aktiv
(Stand 02/2021):

Arbeitskreis Struktur
Die Struktur der Arbeit des Frauenforums soll diskutiert und angepasst werden
(Anregung aus der Klausurtagung: Wie oft und in welcher Form finden Sitzungen statt,
wie wird was umgesetzt, usw.).
Eine Arbeitsgruppe bestehend aus einer Sprecherin, einer Vertreterin des Frauenbüros
und Forumsfrauen wird sich mit dem Thema auseinandersetzen und hat ihre Arbeit am
17.12.2020 aufgenommen. Die Orte der Sitzungen sollen künftig variiert werden.
Coronabedingt fand die letzte Sitzung im Jahr 2020 über Zoom statt; ebenso wird die
die erste Sitzung im neuen Jahr eine Onlinesitzung sein.
Arbeitskreis Schnelle Reaktion und Präsenz
Auf Anregung aus der Klausurtagung wurde der AK Schnelle Reaktion und Präsenz
gegründet. Er beschäftigt sich damit, wie das Frauenforum präsenter in der
Öffentlichkeit wahrgenommen und wie zeitnah auf aktuelle Ulmer Themen reagiert und
Stellung bezogen werden kann.
Arbeitskreis Drachenburg
Ein Zitat der 1. Vorsitzenden Gertrud Brandt aus ihrer Rede zum 10-jährigen Jubiläum
(1963) des Wohnheimes Beyerstraße 14, veranlasste den AK Drachenburg diesen
Namen zu wählen:
"Dann war da noch Herr Verwaltungsdirektor Kleemann, ein Bild des zuverlässigen
Beamten, wie er so hinter seinem Schreibtisch saß. Oft wird er sich gedacht haben:
Jetzt kommt die wieder! Aber dann erwärmte er sich, gab mir wieder neue Zuversicht,
indem er mir versprach mit Herrn Stadtkämmerer Girmond, oder später, mit Herrn
Stadtkämmerer Jäger zu sprechen, und immer fand sich dann ein Weg. ... Immer
wieder mussten wir hören:
Wollen Sie einen solchen Haufen Frauen in einem Haus versammeln? Das gibt ja
eine Drachenburg! Unser Optimismus war unbezwinglich: man muss nur an die
Menschen glauben, dann geht es schon und Sie sehen, es ging gut und geht
noch gut und die "Drachenburg" ist uns ein liebgewordener Spitzname
geworden."

Auf Initiative der Stadträtin Sigrid Räkel-Rehner wurde in der Sitzung des FFU am
10.10.2019 der AK Drachenburg gegründet. Weitere Stadträtinnen und andere Frauen
des FFU sowie die FFU-Sprecherin Gudrun Schmid sind diesem AK beigetreten und
haben ihre Arbeit aufgenommen. Trotz der Corona-Beschränkungen konnten viele
Treffen des AK stattfinden.
Nachdem der AK recht schnell einen Gesprächstermin mit OB Czisch erhalten hatte,
fand weiterhin ein Austausch über unsere Vorstellungen in schriftlicher und mündlicher
Form mit OB Czisch und der UWS, konkret dem Geschäftsführer Herrn Dr. Pinsler,
Frau Bigalke und den Aufsichtsratsmitgliedern statt. Die Gemeinderatsfraktionen
wurden auch immer informiert.
Der AK Drachenburg weist auf die rechtliche und moralische Verpflichtung der Stadt
Ulm und der UWS hin, das vom Überparteilichen Frauenarbeitskreis kostenlos
übertragene Grundstück und Gebäude im Sinne der Vereinssatzung „Förderung von
Frauen“ weiter zu führen. Der AK Drachenburg verzichtet auf eine ausschließliche
Belegung mit Frauen, wie dies bisher von der UWS praktiziert wurde. Aber 60% Frauen
halten wir für angemessen. Bei der heutigen Förderung von Frauen geht es v.a. um
Rentnerinnen, denn die Altersarmut von Frauen ist bekannt und Alleinerziehende,
denn sie machen mindestens die Hälfte aller ALG II-Empfängerinnen aus. Bevor die
Frauen in diese prekäre Situation gerieten, gehörten sie zu allen Teilen unserer
Bevölkerung, repräsentieren also eine große Vielfalt, die sich durch die Belegung der
restlichen 40% der Wohnungen zusätzlich vermehren lässt.
Mit einem Anteil von 60% Frauen erscheint es uns möglich, den von der UWS
präferierten Ansatz von gemischten und integrativen Hausgemeinschaften zu erreichen.
Das heißt, eine Mischung aus Familien und Singles, älteren und jüngeren Menschen,
mit und ohne Kindern, Menschen mit unterschiedlichen Einkommensgruppen und
internationalem Hintergrund sowie geförderten und freifinanzierten Wohnungen.
Nach intensivem Austausch mit der Geschäftsführerin von Frauen helfen Frauen war
auch klar, dass ständig 3 Wohnungen für Bewohnerinnen des Frauenhauses reserviert
sein sollen.
Außerdem hat der AK unter Berücksichtigung der Mieterinnen mit niedrigem
Einkommen darauf aufmerksam gemacht, dass die Wohnungsgrößen des
Architektenentwurfs überarbeitet werden sollen, damit nicht ein Teil der von uns
genannten Zielgruppen ausgeschlossen wird.
Das Frauenforum bittet den Gemeinderat, diese Vorstellungen bei den weiteren
Entscheidungen zu berücksichtigen.

Rückblick
Klausurtagung des Frauenforums am 11. Juli 2019
Mit dem Ziel der Entwicklung einer Vision für die Arbeit des Frauenforums fand am
11. Juli 2019 die Klausurtagung unter Anleitung der Moderatorin Jutta Cook im Frauenund Mädchenladen Sie´ste statt. Zuerst wurden von 31 teilnehmenden Frauen Themen
anhand einer SWOT-Analyse gesammelt. Die wichtigsten drei Schwerpunkte Jahresthema, Öffentlichkeitsarbeit und junge Frauen - wurden dann in Kleingruppen
unter den Gesichtspunkten Themen, Struktur, Inhalte und Kultur weiterbearbeitet.
Querverbindungen zwischen den drei Schwerpunkten sind der Wunsch nach Bildung
von Arbeitskreisen, die Verteilung der Aufgaben auf mehrere Schultern, die Nutzung
neuer Medien und der Blick auf junge Frauen/Mädchen.

© Frauenbüro

© Frauenbüro

Jubiläumsfeier am 22. November 2019 im KCC Theater
„30 Jahre Frauenbüro und Frauenforum Ulm“

Seit gut 30 Jahren setzen sich das Frauenforum und das Frauenbüro für eine
chancengerechte Gesellschaft ein. Dieses gemeinsame Jubiläum wurde mit guter
Unterhaltung, Sekt und einem leckeren, vielfältigen Buffet im KCC-Theater in Ulm
gefeiert.
Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Gunter Czisch lockerte die Moderatorin
Birgit Kruckenberg-Link den Abend mit einem kurzen „Spiel“ auf. In einem Interview mit
den Sprecherinnen des Frauenforums und den beiden Leiterinnen des Frauenbüros
spannte sie den Bogen von den Anfängen der 2. Frauenbewegung in Ulm über die
Aktivitäten der letzten drei Jahrzehnte und wagte einen Ausblick in die Zukunft.
Mit dem Programm „Woher wir kommen und wohin wir gehen“ sorgte das Kabarett
"Frauengold" für Stimmung. In einer netten Atmosphäre hatten rund 100 Frauen viel
Spaß und Vergnügen. Persönliche Gespräche und neue Bekanntschaften durften an
diesem Abend auch nicht fehlen.

Sitzungen 2019
2019 fanden zwei Sitzungen statt, die zweite Sitzung im Jahr wurde durch die
Klausurtagung und die vierte Sitzung durch die Jubiläumsfeier ersetzt (s. o.).
28.03.2019 siehe Bericht des Frauenforums im Gemeinderat am 08.05.2019 (GD
145/19)
10.10.2019 Rückschau auf die Klausurtagung, Austausch zur künftigen Arbeit des
Frauenforums
Vorstellung der Beratungsstelle TTI; Isabelle Melcher, Leiterin der
Beratungsstelle zu Transsexualität, Transgender und Intersexualität
berichtete über die Angebote der Beratungsstelle und über das Netzwerk
LSBTTIQ Baden-Württemberg, ein Zusammenschluss von über 100
Gruppen, Vereinen und Initiativen. Wunsch des Netzwerks LSBTTIQ ist,
dass die Rahmenbedingungen für die geschlechtsangleichenden
Maßnahmen verbessert und neue Behandlungs- und Begleitrichtlinien
zügig umgesetzt werden.

Sitzungen 2020
2020 mussten die ersten beiden Sitzungen coronabedingt abgesagt werden. Insgesamt
fanden deshalb nur zwei Sitzungen statt: eine Präsenzveranstaltung mit
Sprecherinnenwahl im großen Sitzungsaal des Rathauses und eine Online-Sitzung über
Zoom.
01.10.2020 Frauen, Frieden und Sicherheit – Herausforderungen, Perspektiven
und Besonderheiten von Frauen in militärischen Strukturen;
Vorstellung durch Frau Hauptmann Stefanie Schobesberger, militärische
Gleichstellungsbeauftragte des Multinationalen Kommandos Operative
Führung (MN KdoOpFü) in Ulm und Regierungsdirektorin Ulrike
Beckmann-Zimmermann, Psychologische und Gender Beraterin im
Multinationalen Kommando und im Joint Support Enabling Command
(JSEC) in Ulm.
Rechenschaftsbericht der Sprecherinnen; die Aktivitäten des
Frauenforums wurden von der Sprecherin Gudrun Schmid präsentiert.
Sprecherinnenwahl; Gülay Cekmeci, Samira Nakhaeizadeh und Gudrun
Schmid wurden im Sprecherinnenamt bestätigt. Andrea Schiele und Lena
Schwelling traten nicht mehr zur Wahl an. Neu gewählt wurden Ditte
Endriß und Sevim Öztürk.

© Frauenbüro

Zwischenbericht der neuen Arbeitskreise; AK Struktur, AK Schnelle
Reaktion und Präsenz, AK Drachenburg
Bericht aus dem Frauenbüro; seit 01.10.2020 gehört das Frauenbüro
zum neuen Sachgebiet Team Chancengerechtigkeit und Vielfalt und ist
nicht mehr direkt an das OB-Büro angegliedert. Das Sachgebiet ist der
Zentralstelle zugeordnet und setzt sich zusammen aus der
Koordinierungsstelle Internationale Stadt, dem Inklusionsbeauftragten und
dem Frauenbüro, das umbenannt wurde in Frauenbüro und kommunale
Gleichstellungsbeauftragte.
Helene-Weber-Preis; Gratulation an die Preisträgerin Lena Schwelling
26.11.2020 Erste virtuelle Sitzung des Frauenforums
Vorstellung von ILEU e.V.; Viktoria Kurnosenko, stellvertretende
Geschäftsführerin, stellte das Pilotprojekt VIVES@BW (Virtuell Verbunden
– Senior*innen in Baden-Württemberg) vor, das in der
Erwachsenenbildung virtuelles und reales Lernen ermöglichen soll. Das
Projekt soll durch Workshops, Vorträge, Konversationsgruppen mit
MuttersprachlerInnen oder auch die „Come-Together-Sessions“ die
Medienkompetenz von SeniorInnen stärken. Außerdem bietet das Projekt
auch Schulungen zum Thema Videokonferenz (Zoom) und neue Medien
für Organisationen und Ehrenamtliche an.
Geschlechterforschung: "Wie beeinflussen uns Geschlechterrollen
und welchen Einfluss haben diese auf den Berufsweg von Frauen
und Männern?"; referiert von Dr. Yves Jeanrenaud, Gastprofessor für
Geschlechterforschung in MINT und Med an der Universität Ulm
Konzept des Aktionsbündnisses zum Equal Pay Day 2021; Vorstellung
durch Marion Bundschu von BPW (Business and Professional Woman)
Ulm

Mitwirkung im Aktionsbündnis Equal Pay Day (EPD) 2020
Die vorgesehene Glücksrad-Aktion wurde wegen der Ausbreitung des Corona-Virus
reduziert - ganz unter den Tisch fallen lassen wollten die Akteurinnen des
Aktionsbündnisses zum EPD (Internationaler Aktionstag für gleiche Bezahlung von
Frauen und Männern) das Thema jedoch nicht:
Am Aktionsort wurde ein Fahrrad - geschmückt und behängt mit Infomaterial - platziert
und machte auf das Anliegen aufmerksam: gleiche Bezahlung von Frauen und
Männern.

© Carola Gietzen

Frauenwirtschaftstag 2019
Wir wurden vom Organisationsteam eingeladen, die Arbeit des Frauenforums beim
Ulmer Frauenwirtschaftstag am 18.10.2019 in der Handwerkskammer vorzustellen und
waren mit einem Informationsstand vor Ort.

Ausblick
Sitzungstermine für das Jahr 2021
04. März 2021: virtuell mit dem Schwerpunktthema die Landtagswahl.
24. Juni 2021,
07. Oktober 2021 und
25. November 2021, wenn möglich im großen Sitzungssaal des Ulmer Rathauses.

© Nadja Wollinsky

Mitwirkung am Equal Pay Day (EPD) 2021
Auch 2021 engagiert sich das Frauenforum im Aktionsbündnis zum EPD
(Internationaler Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern). Der EPD
fällt in diesem Jahr auf den 10. März 2021, die Aktion wird wegen der CoronaPandemie verschoben auf Oktober. Im Aktionsbündnis wirken unter anderem mit: BPWGermany Club Ulm, das Frauenbüro der Stadt Ulm, die Gleichstellungsbeauftragte des
Landkreises Neu-Ulm, die DGB-Frauen und Vertreterinnen von CDU, FDP, Grüne und
SPD.